ein mumifierter Frosch aus Volgershall in

Bernhard Nürnbergers

Wunderkammer_Kinderstube

 

 
Kinderstube

 

Nach fast 60 Jahren kehrt der Maler und Bildhauer Bernhard Nürnberger mit einer Ausstellung seiner Kunst an einen Ort seiner Kindheit zurück, der für ihn voller Bedeutungen ist. Die Familie lebte von 1946 bis 1958 in „Wienebüttel“, synonym für das Niedersächsische Landeskrankenhaus Lüneburg, in dem der Vater als Psychiater tätig war. Das Gelände des Gutshofs Wienebüttel, damals landwirtschaftlicher Betrieb des Landeskrankenhauses, und die umgebende Landschaft waren sein Stromergebiet, seiner Geschwister und Spielgefährten.

Die Ausstellung ist für ihn Anlass nach einem Echo in seiner Bilderproduktion zu fragen, aus dieser Zeit, aus dem "Anstaltsmilieu" und der Stadt Lüneburg. Und sie ist Anlass Geschichten zu erzählen vom Erleben und der (Kinder-)Wahrnehmung, von den Tatsächlichkeiten und Sachen, die damals waren und für ihn von Interesse.

Tatsächlichkeiten aus der Kindheit finden sich weder notwendig in Nürnbergers Kunst, noch ist es nicht unmöglich sie darin aufzuspüren. Wie etwa den titelgebenden Frosch. Er gehört zu seinen sieben Sachen seit der Kinderzeit, gefunden auf der dem Gut entgegengesetzten Seite der Anstalt, bei der Suche nach Donnerkeilen an den verbotenen Abbruchhängen der "Kalkkuhle" Volgershall, damals noch Betriebsgelände einer Dünge- und Baukalkfirma.

Dieser Frosch springt ab und an in einem Bild, in einer Assemblage herum, mal zu kurz, mal in die Irre, und mit ihm der Blick des Betrachter. Seine Anwesenheit mag notwendig sein aus kompositorischen Gründen und der Form und Farbe wegen. Ins Ungewisse springt er am Besten. Kennt er den roten Faden zurück in die Kindertage oder vollführt er ein Täuschungsmanöver? Sicher ist nur die Unberechenbarkeit seines Körpers, bei dessen Betrachtung die Herrschaft der Vernunft ebenso versagt, wie sie schon versagte, als er noch in dem ihm eigenen Milieu umhersprang.

In der Ausstellung werden neben Dingen aus der Kindheit, die noch da sind, Malereien, Assemblagen und Skulpturen aus den Jahren ? - 2016 zu sehen sein. Die Auswahl der Ausstellungsstücke ist im Moment (Mai 2016) ebenso unberechenbar wie das Echo aus der Kindheit in ihnen als Erfahrenes oder Phantasiertes gewiss ist. Die Ausstellung fügt den Konstruktionen des Erinnerns und ihrer Erzählung in den Bildern und Skulpturen eine weitere hinzu.

Malte Wienebüttel

(Text in Arbeit)

 
30 Tage Sich-Erinnern: Mai/Juni 2016 (1)
 
Bilder und Bücher (6)
 
Bilder in der elterlichen Wohnung (2)
 
"gemerkte Male" fotografieren (3)
 
(5)
   

 

 
Ausstellung
 
Gliederung der Räume (Stand Juni 2016) (4.)
 
physiognomische Fragmente - Skulpturen (7)
 
( Titel des Raumes) - Malereien (8)
 
der Gryllenkäfig - Collagen / Zeichnungen (9)
 
Malte W. trifft Heinrich H. (10)
     
 
Fotos der Ausstellung in Wienebüttel
 
Fotos in der kunstkammer wolfsmoor
     
     

Bernhard Nürnberger > www.galerie-imaginaire.de

   

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